Pumpenskid für FPSO kurz vor Testlauf

Wepuko Pahnke hat Ende 2012 von der brasilianischen Ölgesellschaft Petrobras den Auftrag über die Lieferung und Montage von sechs Dreiplungerpumpen erhalten. Diese Pumpen sind für den so genannten „Well Service“ auf Offshore-Erdölförderschiffen – den FPSOs = Floating Production Storage and Offloading Unit – vorgesehen. Die Pumpen sind inklusive Antrieb, Schmierstoffversorgung und Pulsationsdämpfung auf ein Skid montiert, das insgesamt 48 t auf die Waage bringt.

Daniel Tomaselli und Martin Graser mit einer DP 532-250

Das Aggregat beim Transport

25.07.2014

Wepuko Pahnke hat Ende 2012 von der brasilianischen Ölgesellschaft Petrobras den Auftrag über die Lieferung und Montage von sechs Dreiplungerpumpen erhalten. Diese Pumpen sind für den so genannten „Well Service“ auf Offshore-Erdölförderschiffen – den FPSOs = Floating Production Storage and Offloading Unit – vorgesehen. Die Pumpen sind inklusive Antrieb, Schmierstoffversorgung und Pulsationsdämpfung auf ein Skid montiert, das insgesamt 48 t auf die Waage bringt.

Die weiteren Leistungsdaten sind:

  • installierte Leistung 1.230 KW
  • maximaler Betriebsdruck 278 bar
  • Förderleistung von 120 m³/ h

Well Service-Pumpen übernehmen hydrostatische Druckprüfungen in den Pipelines und den so genannten Risers, den metallisch-flexiblen Rohr- und Steigleitungen zwischen den FPSOs und den Bohrlöchern. Außerdem dienen diese Service-Einheiten  den Molchen der Rohrleitung bis in Tiefen von 2.000 m unter dem Meeresspiegel.

Claus Kalmbach, Projektmanager bei Wepuko, hat den Auftrag für das Unternehmen gewonnen. Anlässlich des ersten komplett montierten Skids blickt er zurück: „Die Anforderungen und Spezifikationen, die wir erfüllen müssen, waren eine echte Herausforderung. Und dennoch haben wir es geschafft, innerhalb von nur rund 18 Monaten von der Auftragserteilung bis heute zur Endmontage des Skids eine neue Lösung zu entwickeln, zu fertigen und zu montieren. Jetzt geht das Komplettpaket auf den Prüfstand.“

Michael Pahnke, geschäftsführender Gesellschafter, sah die größte Herausforderung darin, „eine so große Pumpleistung auf einem möglichst geringen Footprint unterzubringen. Diese hohe spezifische Leistung, eine minimierte Pulsation und eine schnelle Auftragsabwicklung sind sicher die Schlüssel zum Erfolg. Damit erschließen wir uns völlig neue Märkte“ und es gibt nach seinen Angaben auch schon weitere Projekte, in denen diese Neuentwicklung angeboten und nachgefragt wird.

Bei der Realisierung dieses Projektes griff man bei Wepuko auf die vorhandene Technologie der Hochdruck-Plungerpumpen zurück. Dabei konnte jedoch nicht nur ein Scale-Up auf der Basis vorhandener Modelle die gewünschten Leistungsdaten erreichen, sondern die Entwickler um Martin Graser und Daniel Tomaselli mussten sich der Herausforderung stellen, eine platzsparende Verdrängerpumpe zu entwickeln. „Unser Ziel war es, mit der Hochdruck-Plungerpumpe DP 532-250 sowohl hinsichtlich des benötigten Platzes, aber auch mit Blick auf das Saugverhalten – also einen möglichst geringen NPSH – zu erreichen,“ so Graser. „Da haben wir großen Entwicklungs- und Simulationsaufwand rund um die Ventile betrieben. Mit groß dimensionierten Saug- und Druckpulsationsdämpfern sind wir zu einer neuen Bestmarke vorgestoßen.“

Der Installationsbereich auf den FPSOs ist als Ex-Zone 2 eingestuft. Entsprechend ist die elektrische Installation nach den Vorschriften für explosionsgefährdete Bereiche in Zone 2, Explosionsgruppe IIA und Temperaturklasse T3 für Umgebungstemperaturen von 10 bis 45°C ausgelegt.

Das fertigmontierte Pumpen-Skid wird nun in Anwesenheit von Repräsentanten der Betreiber auf dem Wepuko-Prüfstand ausführlichen Tests unterzogen und dann nach der Abnahme nach Brasilien zur Installation auf dem FPSO verschifft. Zwischenzeitlich ist die Produktion der nächsten 5 Skids bei Wepuko schon in vollem Gang.